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Das Impuls Hotel Tirol ist ein Familienbetrieb mit besonderen Wurzeln. Eng verknüpft mit der heilenden Wirkung des Thermalwassers und dem Credo „Hier darf ich sein, hier kann ich mich erholen“.

Bibiana Weiermayer-Schmid führt das Impuls Hotel Tirol in vierter Generation. Als „Kurhaus Villa Tirol“ wurde es in den 1920er Jahren von Marianne Schmid gegründet. Es war ein kleines Haus mit sechs Zimmern.
Seit damals ist viel passiert. Ein Gespräch über die Entwicklung vom kleinen Gästehaus zum Viersterne Superior -Haus mit Stammgast-Tradition, umfassender Kurkompetenz und individuellem Design.

Was ist die Geschichte hinter dem Namen Hotel Tirol?
Die Gründer waren Marianne und Anton Schmid. Sie sind über Südtirol nach Gastein gekommen. Er hatte einen Försterposten in Gastein bekommen, sie hat in der Nähe des Försterhauses das erste Gästehaus eröffnet. Bald kam der begehrte Thermalwasseranschluss dazu. Damals war das eine ganz große Errungenschaft, vor allem für ‚Zugereiste’ wie die Familie Schmid! Die Gäste kamen zunächst ausschließlich wegen des Heilwassers, das war die Basis der Kur. Übrigens ist in dieser Epoche generell viel gebaut worden, auch der Kursaal in Bad Hofgastein. Es gab auch eine ganz persönliche Motivation der Familie, sich in Gastein niederzulassen: Marianne Schmid litt selber an Rheuma.

Wie ging die Erweiterung des Hotels weiter?
Bereits in den 30er Jahren kam es zu den ersten Zubauten. Nach dem Krieg war die große Erweiterung auf fast 60 Zimmer. Meine Eltern haben es dann mit 85 Betten übernommen.

Wann kam der Wintertourismus so richtig in Schwung?
Die ersten Lifte wurden Ende der 40er Jahre gebaut. Nach den Regionen Arlberg und Kitzbühel war Gastein hier unter den ersten, die Schlepplifte und Sessellifte gebaut haben. Der richtige Boom begann Anfang der 70er Jahre.

Das Hotel Tirol nennt sich „ImpulsHotel“? Was steckt hinter diesem Namen?
Der klassischen, traditionellen Kur als Produkt treu zu bleiben, aber in ein zeitgemäßes Gesundheitsangebot mitzunehmen und weiterzuentwickeln.

Was gehört zum neuen „Impuls-Angebots-Package“ dazu?
Früher hat man einfach im Thermalwasser gebadet, dann ist mit dem Heilstollen die intensivere Radontherapie dazugekommen, und auch das Angebot für Massagen. Eine kleine Anekdote am Rande: früher sind die Massagen beim Gast, in seinem Hotelzimmer durchgeführt worden …
Die Bäder und der Heilstollen waren schon die Basis, für Patienten mit Rheuma, mit klassischen Rückenproblemen oder Arthrose ein kompetentes Therapieangebot zu schnüren und Spezialtherapien für Menschen etwa mit Morbus Bechterew zu entwickeln.

Welche Säulen bestimmen heute das Kurangebot?
Zum heutigen Therapieangebot zählen die konservativen Therapien
(der Gast ist hier passiv) und dann viele Bewegungsangebote. Hier lernt der Kurgast auch aktiv zu werden. Dazu zählen viele neue Angebote wie auch Yoga, aber auch die klassische Wirbelsäulengymnastik oder spezielle Bewegungsangebote im Wasser. Gerade bei Yoga bemühen wir uns um gezielte Angebote z.B. für Menschen, die Morbus Bechterew haben. Wir arbeiten mit Gesundheits- Yoga-Expertin Alexandra Meraner zusammen. Und, gerade wenn es um die muskulären Verspannungen geht, dann ist die Nachfrage nach Entspannungsmethoden sehr groß. Auch zum Schlagwort ‚Embodiment’ versuchen wir immer wieder neue Impulse zu setzen. Die Verbindung zwischen dem Mentalen und dem Körperlichen, dem Stress, der sich im Körper manifestiert, das wird in der Therapie immer wichtiger. Progressive Muskelentspannung, Meditation, Resilienz, Chi Gong, das sind Programme, die wir verstärkt reinbringen.

Worin liegt der Unterschied zwischen Wellness und Kur?
In drei Tagen kann man einen schönen Wellnessurlaub machen, wiedermal ein wenig durchatmen, sich verwöhnen lassen und genießen.

Die Zeit, die man sich nimmt
ist ganz entscheidend!

Genuss und Kur, wie passt das zusammen?
Wichtig ist mir zu sagen, dass Genuss auch wesentlich zur Kur gehört, da legen wir großen Wert drauf. In der Kur muss man sich nicht unbedingt kasteien oder sich gar durchquälen. Die Aspekte‚Ich tue mir was Gutes, ich darf mich verwöhnen lassen’, das darf auch in der Kur sein. Aber, die Kur, um wirklich nachhaltig etwas zu bewirken, dauert im Idealfall drei Wochen, da wissen wir, dass die Menschen auch genug Anwendungen hatten und sich z.B. die Wirkung des Radons voll wirksam entfalten kann. RheumapatientInnen können danach im Durchschnitt sechs bis acht Monate beschwerdefrei leben. Auch Studien zeigen, dass der Entspannungs-und Erholungseffekt nach drei Wochen gut wirksam wird.

Welche neuen Entwicklungen sind zu bemerken?
Es ändert sich das Bewusstsein, dass wir länger brauchen, um runter zu kommen. Das liegt auch an unserer Welt, in der alles schneller und dynamischer wird und auch anstrengender erlebt wird, vor allem auch mental fordernder. Was wir auch feststellen ist, dass Menschen drei Wochen Kur nicht immer am Stück konsumieren, sondern auch aufgeteilt
aufs Jahr.

Was macht einen Stammgast zum Stammgast?
Wir sagen liebevoll ‚Wiederholungstäter’ (lacht). Ich denke, ein Stammgast, hat das Gefühl, dass er bei uns im Haus und hier im Gasteinertal einen Platz gefunden, der persönlich einfach gut tut. Geborgenheit ist hier auch das Thema. Unsere Gäste freuen sich, wenn sie nicht anonym sind, eher auf einer Ebene der Freundschaft angekommen sind. Das gilt ja auch für uns, wir freuen uns auf ein Wiedersehen, da kommt dann mehr als ein Gast, der ein Zimmer bucht. Da ist dann unter dem ganzen Team eine Wiedersehensfreude zu spüren, ‚schau, der Herr Berger kommt wieder, er möchte wieder sein Zimmer und seinen Tisch’ …

Die fünf Impuls-Elemente
sind unsere Ingredienzien

Welche Symbolik hat das Logo des Impuls Hotels?
Das eine Icon symbolisiert unser Haus per se mit unserer Hardware. Wichtig ist uns hier auch das Design unseres Hauses. Die Bilder meines Mannes Christoph geben dem Ganzen eine Handschrift, sie sind ein Leitfaden, die unser Haus zu etwas ganz Individuellem macht, das ist auch schwer kopierbar. Zum Haus gehört als Special unser Außenbecken dazu, das mit 15 Meter Länge kein Plantsch- sondern ein Schwimmbecken ist. In der Mitte des Logos steht als Symbol für das Thermalwasser die Welle. Daneben findet sich im Logo ein Mensch. Er ist im Begriff, sich aufzurichten. Darin steckt auch das Thema der Regeneration. Und, der Berg steht für unsere alpine Lage und – last but not least– zeigt die Spirale die Themen Entwicklung und Entfaltung an.

Welches ist Ihr Lieblingselement im Logo?
Mein Lieblingselement ist der Mensch. Was immer aus diesem Baukasten herausgenommen wird: ich freue mich, wenn die Gäste nach einem Aufenthalt bei uns ein Stück mehr Vitalität und Lebensfreude mit nachhause nehmen. Der Mensch steht – im Logo – und bei uns im Mittelpunkt.

Welches ist Ihr persönliches Element?
Die Spirale, die Entwicklung. Das hat am meisten Verbindung mit und zu mir selbst.

Sie arbeiten, wo andere Urlaub machen, wie laden Sie Ihre Batterien
wieder auf?

Ein Buch! Eine Geschichte, in die ich abtauchen kann, das ist für mich total entspannend. Das Reisen ist ebenso wichtig für mich. Mit der räumlichen Distanz wächst auch die Erholung.

Kleine Zeitreise ins Jahr 2040, was ist Ihre Vision?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Haus noch größer wird.
Wir haben jetzt ein großes Angebot, können das Haus aber
noch sehr persönlich führen. Mit Sicherheit ist eine Vertiefung in
vielen Themen noch möglich, etwa in den Bereichen Gesundheit
und Entspannung. Wir sind sehr offen und setzen laufend innovative Akzente. Ich denke, die nächste Generation wird sich stark um Design und Ressourcenschonung und verstärkt um Regionalität kümmern.

Geborgenheit, Thermalwasser, Berg, Kreativität und Wohlfühlen: das Logo des Impuls Hotels symbolisiert die Vielfalt im Angebot.

Gönnen auch Sie sich einen Urlaub für Körper, Geist und Seele in Bad Hofgastein im Impuls Hotel!


Datum: 26. Juli 2020 . Autor: Bibiana Weiermayer-Schmid
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